Wenn der Sachverständige dem Rechtsanwalt den Vogel zeigt...

Oberlandesgericht Stuttgart, Beschluss vom 30.07.2014 - 8 W 388/13 Wenn der Sachverständige dem Rechtsanwalt den Vogel zeigt... Während der Verhandlung zeigte der Sachverständige auf die Ausführungen des Rechtsanwalts den Vogel, indem er kurz mit dem Zeigefinger an die Schläfe tippte. Begründet dies die Besorgnis der Befangenheit und dass der Sachverständige für die Erstattung seines Sachverständigengutachtens keine Vergütung erhält? Der Sachverhalt

Der Sachverständige hat während der Verhandlung auf die Ausführungen des Rechtsanwalts kurz mit dem Zeigefinger an die Schläfe getippt und den Vogel gezeigt. Damit habe der Sachverständige durch die darin liegende Kränkung des Rechtsanwalts der Klägerin grob pflichtwidrig Anlass gegeben, an seiner Unparteilichkeit, Unvoreingenommenheit und Unbefangenheit zu zweifeln.

Entscheidung der Vorinstanz: Besorgnis der Befangenheit

Grob fahrlässiges Handeln liegt dann vor, wenn die verkehrserforderliche Sorgfalt in besonders schwerem Maße verletzt wird, schon einfachste, ganz naheliegende Überlegungen nicht angestellt werden und das nicht beachtet wird, was im gegebenen Fall jedem einleuchten musste (Palandt/Grüneberg, Bürgerliches Gesetzbuch, 73. Auflage 2014, § 277 BGB, Rdnr. 5 m.w.N.) ...

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