Teilwertabschreibung einer GmbH-Beteiligung bei mehrjährigen Sanierungszuschüssen

Bei den der GmbH von dem Gesellschafter gewährten Sanierungszuschüssen kann es sich um verdeckte Einlagen in die GmbH handeln, die zu nachträglichen Anschaffungskosten auf die Beteiligung führen.

Inhalt[↑]

  • Sanierungszuschüsse als verdeckte Einlagen
  • Sanierungszuschüsse als nachträgliche Anschaffungskosten
  • Abschreibung der Sanierungszuschüsse
  • Abschreibung bei fortlaufender Zuschussgewährung

Sanierungszuschüsse als verdeckte Einlagen[↑]

Verdeckte Einlage ist die Zuwendung eines bilanzierbaren Vermögensvorteils aus gesellschaftsrechtlichen Gründen ohne Entgelt in Gestalt von Gesellschaftsrechten1. Als verdeckte Einlagen sind nur Wirtschaftsgüter geeignet, die das Vermögen der Kapitalgesellschaft vermehrt haben, sei es durch den Ansatz oder die Erhöhung eines Aktivpostens, sei es durch den Wegfall oder die Verminderung eines Passivpostens2.

Im Streitfall hat der Gesellschafter der GmbH in Gestalt der “Sanierungszuschüsse” Eigenkapital zugeführt. Die Beträge wurden bei der GmbH auf einem speziell eingerichteten Verrechnungskonto als Forderungen gegenüber dem Gesellschafter erfasst und später auf seine Pachtforderungen angerechnet. Eine Rückzahlung war nicht beabsichtigt. Die zugeführten Mittel sollten der GmbH vielmehr dauerhaft verbleiben, so dass die Zuschüsse geeignet waren, das Vermögen der Betriebs-GmbH zu vermehren. Hierauf kam es dem Gesellschafter auch an.

Die Vermögensmehrungen waren zudem durch das Gesellschaftsverhältnis veranlasst.

Ob und inwieweit eine nicht den gesellschaftsrechtlichen Vorschriften entsprechende Zuwendung eines Vermögensvorteils (= Vermögensmehrung) durch das Gesellschaftsverhältnis veranlasst ist, ist durch einen Fremdvergleich festzustellen ...

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