Privatkopien von unveröffentlichten Werken

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit seinem Urteil vom 19.03.14 unter dem Aktenzeichen I ZR 35/13 entschieden, dass ein von einem professionellen Fotografen hergestelltes Foto auf einem privaten PC des Kunden eingescannt werden darf, dem der Fotograf das Bild zur Ansicht geschickt hat. Das sei auch dann der Fall, wenn die Bilder ansonsten noch nicht veröffentlicht worden seien.

Die Klägerin ist freiberufliche Porträtfotografin. Sie fertigte digitale Fotografien von dem Beklagten und von dessen Nachbarin. Die Bilder wurden von der Fotografin auf dem Computer bearbeitet. Die von ihr als Entwürfe angesehenen Bilder druckte sie aus und überließ diese Ausdrucke der Nachbarin (des Beklagten) zur Ansicht. Diese Nachbarin gab dem Beklagten die Bilder mit. Dieser scannte sie ein und speicherte die Bilder auf seinem PC.

In diesem Vorgang sieht die Klägerin eine nicht genehmigte Vervielfältigung und einen Eingriff in das Urheberrecht. Sie begehrt vom Beklagten Unterlassung, von ihr hergestellte Bilder, die den Beklagten zeigen, zu vervielfältigen. Außerdem möchte sie den Beklagten zur Duldung verurteilen lassen, die Besichtigung des PC durch einen Sachverständigen begutachten zu lassen. Darüber hinaus möchte sie Schadensersatz und die Erstattung der Abmahnkosten.

Das Landgericht wies die Klage ab. Die Berufung der Klägerin gegen das Urteil des Landgerichts blieb ohne Erfolg. Gegen das Urteil des OLG legte sie nun Revision ein und verfolgt ihr Anliegen weiter. Doch auch der BGH verhalf der Sache nicht zum Erfolg. Dieser schließt sich im Wesentlichen der Begründung des OLG an ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK