Begriffe des Strafrechts, Teil 10: die Akteneinsicht

von Daniel Nowack

Die Welt der Juristen lebt von unzähligen Fachbegriffen. In meiner Ratgeberreihe “Begriffe des Strafrechts” werde ich, welch Überraschung, einige Grundbegriffe, mit denen man im Rahmen strafrechtlicher Probleme immer wieder rechnen muss, verständlich erläutern bzw. dies zumindest versuchen. So sollen Sie in die Lage versetzt werden, auch Fachbegriffe, die der Rechtsanwalt im Eifer des Gefechtes (oder weil er diese gar nicht mehr als Fachbegriffe wahrnimmt) nicht erläutert, zu verstehen und somit mit Ihrem Anwalt “auf einer Ebene” kommunizieren zu können.

Nachdem in Teil 9 der Reihe der Begriff “Auskunftsverweigerungsrecht” erläutert wurde, geht es heute um die Akteneinsicht.

Die Akteneinsicht ist die Grundlage allen Anwaltshandels. Dies gilt insbesondere im Strafrecht, denn es gilt der Grundsatz der Aktenvollständigkeit. Alles, was im Strafverfahren der Überführung des Täters dienen soll, ist in den Ermittlungsakten festzuhalten. Durch die Akteneinsicht erfährt der Verteidiger und damit auch der Beschuldigte, was ihm zur Last gelegt wird und wie es um die Beweislage im Moment der Akteneinsicht bestellt ist. Der Verteidiger darf und muss den Beschuldigten aus den Akten auch umfassend informieren und ihm nichts vorenthalten ...

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