Letzte Chance für die strafbefreiende Selbstanzeige

von Andreas Abel

Rechtsanwalt Andreas Abel, Fachanwalt für Erbrecht und Fachanwalt für Steuerrecht

Die Uhr tickt: Der Gesetzgeber wird zum 1. Januar 2015 die Möglichkeit einschränken, eine strafbefreiende Selbstanzeige abzugeben. Bereits ab einem hinterzogenen Betrag von 25.000 € wird eine Selbstanzeige mit strafbefreiender Wirkung nicht mehr möglich sein. Die Verschärfung hat nicht nur Auswirkungen auf Fälle mit Auslandsbezug. Auch Schenkungen innerhalb der Familie können betroffen sein.

Eckpunkte des Gesetzentwurfs

Die Finanzminister der Länder haben einen Gesetzesentwurf erarbeitet, der in der Fassung vom 27. August 2014 vorliegt. Das Gesetz soll am 01.01.2015 in Kraft treten. Der Entwurf sieht vor, dass eine Selbstanzeige mit Strafbefreiung zukünftig nur noch erschwert möglich sein wird. Die wesentlichen Eckpunkte:

Strafbefreiung ist nur noch bis zu einem Verkürzungsbetrag von 25.000 € je Tat möglich Beträgt die Gesamtsumme der hinterzogenen Steuern zwischen 25.000 und 100.000 € ist ein zusätzlicher Strafzuschlag in Höhe von 10 % der gesamten hinterzogenen Steuer zu zahlen. Dieser erhöht sich zwischen 100.000 € – 1 Mio € auf 15 %, bei hinterzogenen Beträgen über 1 Million € auf 20 %. Die Verjährung der Steuerhinterziehung wird von fünf auf zehn Jahre verlängert.

Entgegen der veröffentlichten Meinung sind bei der Steuerhinterziehung jedoch nicht nur die Fälle betroffen, bei denen es sich um Einkünfte aus im Ausland gelagerten Vermögen handelt ...

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