Chiffry: Verschlüsselte Telefonie in Echtzeit

Auf der Cebit im März wurde die Messenger-App Chiffry vorgestellt und hat mit dem Slogan „IT-Security made in Germany“ für einiges Aufsehen gesorgt. Mittlerweile läuft die App auf 20.000 Android- und Blackberry-Mobiltelefonen und ab nächstem Monat auch auf mobilen Endgeräten von Apple.

Tüftler aus Sachsen-Anhalt

Der heute 23jährige André Gimbut entwickelte mit seinem Informatik-Professor von der Universität Halle-Wittenberg eine Methode, Gespräche in Echtzeit zu verschlüsseln. Im Rahmen seiner Bachelorarbeit wurde schließlich der Grundstein zu Chiffry gelegt. Seitdem programmiert André Gimbut mit Unterstützung von vier Entwicklern an dem Messenger-Dienst.

Zusammen mit seinen Eltern hatte er schon 2005 die Digittrade GmbH mit Sitz in Teutschenthal (Sachsen-Anhalt) gegründet, die auf Hochsicherheitsfestplatten und USB-Sticks mit Hardwareverschlüsselung spezialisiert ist. Um die App zu betreiben, wurde die Chiffry UG aus der Taufe gehoben, mit Mutter Manuela Gimbut als Geschäftsführerin.

Abhörsicherheit

Über Chiffry können nicht nur Bilder, Videos, Kontakte, Standorte, Sprach- und Textnachrichten vertraulich geteilt und verschlüsselt versendet werden. Eine Besonderheit ist die nach eigenen Angaben abhörsichere Telefonie-Funktion über das Internet. Inzwischen, sagte Gimbut dem positiv-Magazin, sei Chiffry in der Lage, trotz des Zwischenschritts der Ver- und Entschlüsselung eine bessere Gesprächsqualität zu liefern als herkömmliche Mobilfunk-Anbieter:

Der Rufaufbau geht schneller, die Verbindung ist stabiler, die Tonqualität besser. Und das ist unser Ziel.

Bei Mobiltelefonen wird die Sicherheitsfrage bislang durch speziell eingebaute Hardware gelöst, also umständlich und teuer ...

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