“Verheiratet, ein Kind, 7 Jahre alt” {Drum prüfe, was Du auf den Lebenslauf kritzelst, Arbeitgeber!}

von Liz Collet

Psychologen haben sich schon damit befasst, was der Mensch (sei er Genie oder Normalsterblicher) so alles bei Telefonaten oder sonst so auf Papier und Unterlagen kritzelt und zeichnet. Und manche Unterlagen in Vorlesungen, Seminaren, Workshops, Konferenzen und Meetings wie auch Kongressen böte auch einigen Stoff für Interpretationen.

Ob über Langeweile oder als mutmassliche Konzentrationshilfe und anderes mehr, sei hier mal nicht vertieft.

Was aber ein potentieller Arbeitgeber auf den Lebenslauf von Bewerber/innen kritzelt, das ist vielleicht nicht unbedingt genial oder (jedenfalls in beweisrechtlicher Hinsicht) auf erwünschte Weise kreativ. Und beschäftigt aktuell erneut die Justiz. Das Bundesarbeitsgericht – um präzise zu sein und zwar in folgendem Revisionsverfahren und Sachverhalt, nach dessen Lektüre Psychologen vermutlich nicht nur die Kritzeleien auf dem Lebenslauf interpretatierbar ansehen könnten, sondern auch, was denjenigen, der die Unterlagen anschliessend zurückschickt und weiss, dass er sie ja zurückschicken wird, un(ter)bewusst treiben mag, dies mit solchen Kritzelvermerken zu “verzieren” und zu tun.

Wir lassen an dieser Stelle mal die hübsche und ausbaufähige Drehbuchidee beiseite, eine beim Arbeitgeber bereits tätige, ihrerseits bei Gehaltserhöhung oder Beförderung (subjektiv oder objektiv) diskriminierte oder gekündigte Mitarbeiterin könnte (etwaige Bleistift-) Kritzeleien nicht weisungsgemäss vor Rücksendung wegradiert haben. Um dem Vorgesetzten oder Arbeitgeber eins auszuwischen. Wer so gedankenlos auf einen zurückzusendenden Lebenslauf überhaupt Vermerke kritzelt, wird vielleicht an so profane Dinge, diese wieder auszuradieren womöglich auch gar nicht denken oder gar an Arbeitsanweisungen vor und für die Rücksendung ...

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