Schottland stimmt ab

Am kommenden Donnerstag, 18. September 2014, ist es in Schottland so weit: Das schottische Volk stimmt ab über die künftige Unabhängigkeit gegenüber England, im Scottish Independence Referendum.

Uneinig sind sich alle Beobachter über die möglichen Auswirkungen. In Frage stehen politische, wirtschaftliche und soziale Verflechtungen. Angefangen von der Eu- und Natomitgliedschaft über Nordsee-Ölreserven bis hin zu internationalen Banken und Konzernen.

Es wird wie immer Vor- und Nachteile geben, Gewinner und Verlierer. Politisch handelt es sich aber immer noch um eine Sensation, denn bisher ging der politische Trend immer nur in eine Richtung: die Großen überstimmen die Kleinen und verleiben Sie mehr oder weniger ungefragt oder gegen den ebenfalls demokratisch geäußerten Willen ein.

Baden und der deutsche Bundesstaat Baden-Württemberg hat dabei eine ganz eigene Geschichte, an die in diesem Zusammenhang zu erinnern ist:

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde ein “Südweststaat” gegründet, bestehend aus den alten Ländern Baden, Württemberg und den Hohenzollernschen Landen. In Mittel- und Südbaden wurde eine Vorherrschaft Württembergs befürchtet.

„Vom See (Bodensee) bis an des Maines Strand die Stimme dir mein Badnerland“ lautete der Wahlslogan aus dem Jahre 1951. Die Regierung (Süd)Badens unter Leo Wohleb kämpfte damit für eine Wiederherstellung des Landes Baden in den Grenzen vor dem dritten Reich. Bei der Volksabstimmung ließ man dann das zahlenmäßig überlegene Württemberg einfach diese Stimmen aus Baden überschreiben.

Z.B. in meiner Heimatstadt Baden – Baden wurde meines Wissens mit über 90 Prozent der abgegebenen Stimmen gegen Baden-Württemberg abgestimmt. Genutzt hat das natürlich nichts ...

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