Lohn: Geplatztes Darlehen kann zu Werbungskosten führen

von Anne Kathrin Keller

Anne-Kathrin Keller | 16. September 2014

Wandelt ein Arbeitnehmer einen Teil seines Gehalts in ein Darlehen an seinen Arbeitgeber um, kann der Verlust der Forderung zu Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit führen. Voraussetzung ist nach Ansicht des Bundesfinanzhofs (BFH) allerdings, dass der Beschäftigte damit seinen Arbeitsplatz sichern wollte und nicht die Zinszahlungen im Vordergrund standen. Der Umstand, dass die Banken dem Arbeitgeber kein Darlehen mehr gewährt hätten, werteten die Richter lediglich als Indiz für die beruflich veranlasste Umwandlung; er sei aber keine Voraussetzung für den Werbungskostenabzug. Geklagt hatte ein Arbeitnehmer, der einen Teil seiner Überstunden auf Grundlage einer Betriebsvereinbarung auf ein sogenanntes Investitionskonto einzahlte.

Dieses Geld wurde gegen eine Mindestverzinsung von 2% in Genussrechte am Unternehmen umgewandelt. Als der Arbeitgeber einige Jahre später pleiteging, erklärte der Insolvenzverwalter, dass die Forderungen aus dem Darlehen „bestenfalls“ nachrangig seien. Allein der eingezahlte Nettoarbeitslohn belief sich auf 2 ...

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