Unterhaltsaufwendungen an Angehörige in der Türkei

Für die Abzugsfähigkeit von Unterhaltszahlungen als außergewöhnliche Belastung ist der Nachweis der Zahlungen und die Bedürftigkeit des Zahlungsempfängers nachzuweisen. Bargeldzahlungen müssen vom Empfänger bestätigt werden.

Erwachsen einem Steuerpflichtigen Aufwendungen für den Unterhalt einer dem Steuerpflichtigen oder seinem Ehegatten gegenüber gesetzlich unterhaltsberechtigten Person, so wird auf Antrag die Einkommensteuer dadurch ermäßigt, dass die Aufwendungen bis zu 7.680 € im Kalenderjahr vom Gesamtbetrag der Einkünfte abgezogen werden (§ 33a Abs. 1 EStG 2008).

Wenn – wie hier – die unterhaltene Person nicht unbeschränkt steuerpflichtig ist, dürfen die getätigten Aufwendungen nur abgezogen werden, soweit sie nach den Verhältnissen der unterhaltenen Person notwendig und angemessen sind (§ 33 Abs. 1 Satz 5 EStG). Aus diesem Grunde ist der abzugsfähige Höchstbetrag im vorliegenden Fall im Streitjahr nach der sog. Ländergruppeneinteilung1 für die Türkei auf die Hälfte, also 3.840 € zu reduzieren. Da die sog. Ländergruppeneinteilung die Notwendigkeit und Angemessenheit von Aufwendungen nach den Verhältnissen der Wohnsitzstaates der unterhaltenen Person i. S. v. § 33a Abs. 1 Satz 5 1. Halbsatz EStG zutreffend abbildet, ist dieser rechtlich nicht zu beanstanden2.

Ferner ist weitere Voraussetzung für die Anerkennung von Unterstützungsleistungen als außergewöhnliche Belastung, dass die unterstützte Person keine oder nur geringe andere Einkünfte oder Bezüge hat und kein Vermögen besitzt. Diese Voraussetzungen hat der Steuerpflichtige für den Abzug von Unterhaltszahlungen gem. § 33a Abs ...

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