Tierschutz: Bekannter Hundetrainer braucht für seine Show Erlaubnis nach dem TierSchG

Verwaltungsgericht Hannover, Beschluss vom 15.09.2014 - 11 B 11675/14 Tierschutz: Bekannter Hundetrainer braucht für seine Show Erlaubnis nach dem TierSchG Der international bekannte Hundetrainer Cesar Millan wollte festgestellt wissen, dass er für seine Show in Deutschland keine Erlaubnis nach dem TierSchG braucht. Bei einer Sachkundeprüfung konnte die Antragsgegnerin die Sachkunde des Hundeflüsterers nicht feststellen. Der Sachverhalt

Der US-amerikanische Hundeflüsterer Cesar Millan tritt in Kürze mit seiner Show im Bundesgebiet auf. Die erste Veranstaltung findet am 17.09.2014 in Hannover in der Swiss-Life-Arena statt. Bei der Veranstaltung werden unter anderem zuvor ausgewählte Hunde auf der Bühne vorgeführt.

Nach dem Veranstal­tungskonzept ist der Auftritt mit fünf zuvor ausgewählten fremden Hunden von Zuschauern mit einer Dauer von jeweils bis zu zehn Minuten geplant. Diese Hunde werden etwa vier Stunden vor Beginn der Show vom Hundeflüsterer ausgewählt und hinter der Bühne zusammen mit den Tierhaltern auf ihren Einsatz in der Show vorbereitet.

Nach Auffassung der Landeshauptstadt als zuständiger Tierschutzbehörde bedarf der Hundeflüsterer als Antragsteller dafür einer Erlaubnis nach dem Tierschutzgesetz (TierSchG). Gemäß § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 8 f) TierSchG (der zum 01.08.2014 in Kraft getreten ist) bedarf einer Erlaubnis, wer gewerbsmäßig für Dritte Hunde ausbilden oder die Ausbildung der Hunde durch den Tierhalter anleiten will.

Die Entscheidung

Diese Voraussetzungen sieht das Gericht als gegeben an. Die Erlaubnispflicht setze nicht voraus, dass dauerhaft und regelmäßig mit bestimmten fremden Hunden gearbeitet werde. Der Anwendungsbereich beschränke sich damit nicht auf Betreiber klassischer Hundeschulen ...

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