Kein Krankentagegeld während der betrieblichen Wiedereingliederung

von Philip Stühler Walter

Nicht selten passiert es, dass Arbeitnehmer über einen längeren Zeitraum arbeitsunfähig erkrankt sind und irgendwann auf Vorschlag des Arztes in eine betriebliche Wiedereingliederung gehen, in der sie stufenweise wieder an die volle Arbeitsleistung herangeführt werden. Meist wird hierbei vom so genannten "Hamburger Modell" gesprochen. Zu dieser Maßnahme ist man als Arbeitnehmer nicht verpflichtet, sollte sie aber schon im Interesse der eigenen vollständigen Wiederherstellung der Arbeitskraft auch wahrnehmen. Man sollte auch keinen Schrecken kriegen, wenn einen der Arbeitgeber nach sechs Wochen der Arbeitsunfähigkeit anschreibt und um ein Gespräch wegen der Arbeitsunfähigkeit bittet: damit kommt der Arbeitgeber zunächst einfach mal nur seiner gesetzlichen Verpflichtung nach und die Folge kann tatsächlich ein solches betriebliches Eingliederungsmanagement (in Fachkreisen auch gerne als BEM bezeichnet - wir Juristen haben nunmal einen Abkürzungsfetisch). Während dieser BEM zahlt die Krankenkasse weiterhin Krankengeld bzw. werden Übergangsgelder durch die Rentenversicherung bezahlt. Einen Gehaltsanspruch haben Sie während der BEM nicht ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK