1+1+1=2 (Wenn eine Zeugenvernehmung so anfängt…)

von Carl Christian Müller

In einem Strafverfahren sollte mein Mandant zweimal am Tatort gewesen sein. Dieses ließ sich auch beweisen. Der hierfür zur Verfügung stehende Zeuge wartete vor dem Gerichtssaal. Eine zunächst befragte Zeugin behauptete nun überraschend, daß mein Mandant gar dreimal vor Ort gewesen sei: Zunächst zu einer Vorbesprechung, am Folgetag zur Vornahme von Arbeiten und am dritten Tag um “abzukassieren”.

Ich begann meine Befragung mit einer „einfachen Einstiegsfrage“.

Verteidiger: „Ich habe Sie vorhin so verstanden, daß der Angeklagte dreimal vor Ort war. Ist das so zutreffend wiedergegeben?“ Zeugin: „Dreimal? Nein, haben Sie denn nicht aufgepaßt ...Zum vollständigen Artikel


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