Legalese Folge 22: Alle in einem Boot – Management Participation

Private Equity (PE) Investoren sind mit dem operativen Geschäft der Gesellschaften, in die sie investieren, meist nicht hinreichend vertraut, um das tägliche Geschäft selbst zu leiten. Sie sind daher besonders auf das Management der Gesellschaft angewiesen. Um die Manager zu kontinuierlich hohem Einsatz zu motivieren, bieten PE Investoren häufig Managementbeteiligungsprogramme an. Aber auch in Unternehmen, die nicht in Hand von PE Investoren sind, finden sich derartige Programme.

Große Vielfalt

Um es vorweg zu sagen: Die Vielgestaltigkeit solcher Programme sprengt den Rahmen eines Blogbeitrags. In dieser Legalese-Folge können wir daher nur einige typische Punkte genauer beleuchten.

Sinn und Zweck

Sinn einer Management (Equity) Participation ist es – wie erwähnt –, vornehmlich das Management zu incentivieren und die Interessen von PE Investor und Management im Hinblick auf den Erfolg des Unternehmens (und des späteren Exits des PE Investors) in Einklang zu bringen („alle in einem Boot“). Meist wird ein PE Investor davon ausgehen, dass die zu beteiligenden Manager eigenes Kapital investieren.

Durch dieses Investment hat der Manager selbst „skin in the game“, da er unmittelbar durch eigene wirtschaftliche Risiken auf den Erfolg verpflichtet wird – und zwar nicht nur durch ein upside potential, sondern auch durch ein downside risk. Die Höhe dieser eigenen Beteiligung ist meist einer der ersten hart zu verhandelnden Punkte.

Die Manager werden häufig versuchen, ihren privaten Kapitaleinsatz dadurch zu verringern, dass sie nur Anteile (Shares) erwerben, ohne zugleich proportional Gesellschafterdarlehen zu geben, wie dies die PE Investoren üblicherweise (aus steuerlichen Gründen) tun. Die Manager erhalten in diesem Fall sogenanntes Sweet Equity ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK