Grundlagenwissen: Vorsätzliche sittenwidrige Schädigung, § 826 BGB

von Silke Wollburg

Grundlagenwissen: Vorsätzliche sittenwidrige Schädigung, § 826 BGB

I. Schädigendes Verhalten Zunächst ist das Verhalten zu benennen, welches die Haftung nach § 826 BGB begründen soll.

II. Zufügung eines Schadens Der Anspruchsteller muss einen Schaden erlitten haben. Dies gehört bei § 826 BGB zum haftungsbegründenden Tatbestand.

III. Kausalität Das zur Haftung herangezogene Verhalten muss den Schaden adäquat kausal herbei-geführt haben.

IV. Sittenwidrigkeit der Handlung Das Verhalten des Anspruchsgegners muss als sittenwidrig anzusehen sein. Sittenwidrig ist hierbei alles, was gegen das Anstandsgefühl aller billig und gerecht Denkenden verstößt, wobei auf Anschauungen der in Betracht kommenden Kreise zum Zeitpunkt der Vornahme des Rechtsgeschäfts abzustellen ist („Geschäftsmoral“). Maßgeblich ist hierbei ein Durchschnittsmaß an Redlichkeit und Anstand. Hierbei kommt es auf den Gesamtcharakter der Handlung unter Berücksichtigung von Inhalt, Beweggrund und Zweck an. Zu berücksichtigen sind insbesondere der Zweck des Verhaltens, das angewandte Mittel und die gezeigte Gesinnung. Hierzu gehören insbesondere folgende Fallgruppen:

Arglistiges Verhalten Verleiten zum Vertragsbruch Erteilen wissentlich falscher Auskünfte Ausnutzen wirtschaftlicher Machtstellungen

V ...

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