Datenschutz bei Apps oder: Alles egal, wenn es um’s Dating mit Tinder & Co geht?

von Nina Diercks

In letzter Zeit sind diverse Flirt-Apps wie Tinder, happn oder Badoo zum echten Renner auf den Smartphones geworden, wie auch diverse Medienberichte beweisen. Immer mehr Jugendliche nutzen solche Apps für die schnelle Kontaktaufnahme oder einfach nur aus Spaß oder zum Ego-Pushing. Doch irgendwie geht die Diskussion um den Datenschutz ein wenig unter, was vielleicht auch daran liegen mag, dass diese Apps nicht aus dem Hause von Facebook oder Google stammen und die Nutzer (und Journalisten?) von den vielen Urlaubs-Selfies im Bikini geblendet sind.

All jenen, die sich nicht in der Freizeit mit solchen Apps vergnügen, sei eine kurze Einführung gegeben: Einige Apps wie Tinder greifen auf die Datenstämme von Facebook zurück, weswegen Tinder von vielen als die heimliche „Facebook-Flirt-App“ angesehen wird. Profilfotos müssen in einem Album bei Facebook erstellt werden und persönliche Angaben wie Name, Alter und Interessen (Filme, Bücher, Serien usw.) stammen aus dem sozialen Netzwerk. Es besteht daher ein „Facebook-Zwang“. Bei mach anderen Flirt-Apps können direkt kurze Textfelder ausgefüllt und die Bilder hochgeladen werden, ohne sich mit Facebook oder anderen Social Media Angeboten vernetzen zu müssen. Die App „happn“ geht noch ein Schritt weiter und zeigt gleich an, welche Mitglieder sich etwa zeitgleich – zumindest in der Theorie – räumlich anhand von ausgewerteten GPS-Daten getroffen haben, so wie einst Grindr die mutmaßliche Entfernung zu anderen Usern angab. So lässt sich fast schon der tägliche Arbeitsweg oder Aufenthaltsort anderer Mitglieder in der App errechnen.

Allen Apps ist die Notwendigkeit der Aktivierung von GPS gemein, um so den Standort des Nutzers zu ermitteln, woraus sich dann Entfernungen zu anderen Benutzern errechnen lassen. Selbst wenn die App nur im Hintergrund läuft und GPS aktiviert ist, sammelt die App fleißig weiter die Aufenthaltsorte des Benutzers ...

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