Trunkenheitsfahrt mit fahrlässiger Tötung - Haftstrafe ohne Bewährung

Oberlandesgericht Hamm, Beschluss vom 26.08.2014 - 3 RVs 55/14 Trunkenheitsfahrt mit fahrlässiger Tötung - Haftstrafe ohne Bewährung Die Verhängung einer Haftstrafe ohne Bewährung für eine bei einer Trunkenheitsfahrt begangene fahrlässige Tötung kann zur Verteidigung der Rechtsordnung bei einem nicht vorbestraften Täter geboten sein, so die Entscheidung des OLG Hamm.

Das hat der 3. Strafsenat des Oberlandesgerichts Hamm am 26.08.2014 entschieden und damit die Revision des Angeklagten gegen das Berufungsurteil des Landgerichts Bielefeld vom 03.04.2014 als unbegründet verworfen.

Der Sachverhalt

In den frühen Morgenstunden im November 2012 befuhr der heute 25 Jahre alte Angeklagte mit seinem Fahrzeug die Landstraße 806, obwohl er alkoholbedingt absolut fahruntüchtig war. Seine Blutalkoholkonzentration betrug mindestens 2,0 Promille.

Mit einer Geschwindigkeit von mindestens 98 km/h kollidierte der Angeklagte mit einem 48 Jahre alten Radfahrer. Dessen Fahrrad mit eingeschaltetem Rückstrahler war für einen Autofahrer auf eine Entfernung von 200-300 Metern gut sichtbar. Infolge seiner Trunkenheit nahm der Angeklagte den Radfahrer nicht oder nicht richtig wahr und wich ihm nicht aus.

Der Radfahrer verstarb kurz nach der Kollision. Er war verheiratet und Vater von drei Kindern ...

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