Rezension Zivilrecht: Trennung und Scheidung einvernehmlich gestalten

von Dr. Benjamin Krenberger

Graf von Luxburg, Trennung und Scheidung einvernehmlich gestalten, 5. Auflage, Bundesanzeiger 2014


Von Rechtsanwalt Andreas Ihns, Fachanwalt für Familienrecht, Lübeck



Scheidungen können gestaltet werden. Scheidungen können gelingen. Die persönlichen Beziehungen geschiedener Ehegatten können auch während und nach einer Scheidung durch Respekt, Kooperationsbereitschaft und Freundschaft geprägt sein“. Mit diesen motivierenden, einleitenden Worten umreißt der Autor kurz die Philosophie seines Buches – er möchte Eheleuten und deren Berater Hilfestellung leisten, die mit Trennung und Scheidung verbundenen Probleme konstruktiv zu regeln. Ein für alle Beteiligten lohnenswertes aber anspruchsvolles Ziel, gehören doch die Wertschätzung des Partners und ein Bewusstsein für dessen Interessen zu den ersten Opfern eines Familienkonfliktes.


Auf dem Familienanwalt lastet eine große Verantwortung. Es liegt in seiner Hand, ob er den Konflikt durch „hartes“ Auftreten verschärft und somit die Scheidung seines Mandanten zum „Horrotrip“ werden lässt, oder ob es ihm gelingt, Wogen zu glätten und Brücken zu bauen. Da Verletzen immer einfacher als Heilen ist, war ich gespannt auf die Erfahrung des Autors. Dieser ist langjähriger Rechtsanwalt in München und Gründer sowie Vorsitzender des Landesverbandes in Bayern des Vereins „Humane Trennung und Scheidung“ (http://www.vhts-muenchen.de). Sein Konzept einer „humanen Trennung“ legt der Autor einleitend im ersten Kapitel dar und beschreibt damit die theoretische Grundlage, auf der sämtliche Folgekapitel aufbauen.


Es folgen zwei eher grundlegende Kapitel, nämlich zu der Frage, was im Rahmen einer Trennung alles regelungsbedürftig sein kann (2. Kapitel), und wie ein Scheidungsverfahren abläuft (3. Kapitel) ...

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