So ein Quatsch, Sie brauchen doch keinen Anwalt

von Thomas Will

Dem 16 jährigen Mandanten wurde Beihilfe zum Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge vorgeworfen. Die gesetzliche Mindeststrafe hierfür ist eine Freiheitsstrafe von einem Jahr. Jedenfalls für einen Erwachsenen. Da es sich um ein Verbrechen handelt, wäre einem Erwachsenen zwingend ein Pflichtverteidiger zu bestellen. Nach § 68 Jugendgerichtsgesetz gilt dies auch für einen jugendlichen Angeklagten, auch wenn er deutlich milder bestraft werden kann.

Der Mandant kam knappe zwei Wochen vor dem bereits anberaumten Hauptverhandlungstermin zu mir. Ein Pflichtverteidiger war ihm vom Gericht nicht beigeordnet worden. Die Dame von der Jugendgerichtshilfe hatte ihm auch erklärt, dass ein Anwalt völlig unnötig wäre bei diesem Vorwurf ...

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