Zahnarzt muss über alternative Behandlungsmethoden aufklären.

von Nino Herding

Eine kostenintensive Zahnbehandlung (Implantatbehandlung mit Knochenaufbau durch Eigenknochenzüchtung) muss nicht bezahlt werden, wenn sich der Patient

  • im Falle seiner ordnungsgemäßen Aufklärung über andere Behandlungsmöglichkeiten (Knochenaufbau durch Verwendung von Knochenersatzmittel oder Knochenentnahme aus dem Beckenkamm)
  • gegen die kostenintensive Behandlung ausgesprochen hätte.

Das hat der 26. Zivilsenat des Oberlandesgerichts (OLG) Hamm mit Urteil vom 12.08.2014 – 26 U 35/13 – entschieden.

In dem der Entscheidung zugrunde liegendem Fall waren von einem Kieferchirurg, der bei einem Patienten eine Implantatbehandlung mit Knochenaufbau durchführte, wobei der Aufbau des Ober- und Unterknochens durch gezüchtetes Knochenmaterial (Eigenknochenzüchtung) erfolgen sollte, bisher angefallene Behandlungskosten in Höhe von ca. 42.000 Euro in Rechnung gestellt worden, wovon insgesamt 15.000 Euro auf die Kosten für die Eigenknochenzüchtung entfielen.
Der beklagte Patient trug u. a. vor, dass er über alternative Behandlungsmethoden nicht ausreichend aufgeklärt worden sei und er im Falle ordnungsgemäßer Aufklärung die Behandlung nicht hätte durchführen lassen.

Der 26 ...

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