LG Berlin: Unternehmer hat kein Anspruch auf Bewertungs-Korrektur bei Yelp

LG Berlin: Unternehmer hat keinen Anspruch auf Bewertungs-Korrektur bei Yelp

Ein Unternehmer hat keinen Anspruch gegen das Bewertungsportal Yelp, dass "nicht empfohlene Beiträge" in anderer Weise angezeigt werden. Insbesondere besteht kein keine Pflicht für Yelp, diese Bewertungen als "empfohlene Beiträge" anzeigen zu müssen (LG Berlin, Urt. v. 27.03.2014 - Az.: 27 O 748/13).

Die Ereignisse dieses Sachverhaltes haben Ende 2013 für erheblichen Wirbel in der Online-Szene gesorgt: Das Bewertungsportal Qype wurde von Yelp aufgekauft. Yelp änderte dabei - zum Teil massiv - die bis dahin vorgenommenen Bewertungen, indem es umfangreich bis dahin aktive Bewertungen als "momentan nicht empfohlen" einstufte. Dadurch veränderte sich bei zahlreichen Kunden von Qype/Yelp das Bewertungsprofil und sie rutschten von den vorderen Positionen ins Mittelfeld. Erhebliche Umsatzeinbußen waren der Fall.

Im vorliegenden Fall klagte ein Unternehmer, der seit 2008 Kunde bei Qype/Yelp war. Durch die Umstellung wurden 71 Kommentare von 82 Beiträgen durch Yelp als "momentan nicht empfohlen" eingestuft. Dies wollte der Kläger sich nicht gefallen lassen und verlangte die Beiträge in "empfohlene Beiträge" abzuändern.

Das LG Berlin lehnte den Anspruch ab. Es bestünde weder ein vertraglicher noch gesetzlicher Anspruch ...

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