Was ist eine Teilungsversteigerung?

Im Zuge einer Scheidung kommt es vor, dass sich die Ehegatten nicht darüber einig werden, was mit dem gemeinsam erworbenen, im Eigentum beider Ehegatten stehenden Familieneigenheim passieren soll. Das Familienheim ist durch Bankkredite belastet, die ein Ehegatte allein nicht bedienen kann oder will. In dieser Situation sucht ein Ehegatte nach einem Käufer, weil er einen endgültigen Schlussstrich unter die zerrüttete Ehe ziehen will. Ist dieser Käufer gefunden, ist der andere Ehegatte häufig nicht mit dem Verkauf einverstanden oder besteht darauf, auch weiterhin im Haus leben zu wollen. Der verkaufsunwillige Ehegatte argumentiert häufig damit, dass es für alle besser sei, insbesondere für die gemeinsamen minderjährigen Kinder, an der Wohnsituation nichts zu ändern. Ist die Ehe rechtskräftig geschieden, kann jeder Ehegatte unabhängig vom anderen die Zwangsversteigerung zur Auseinandersetzung der Miteigentümergemeinschaft am gemeinsamen Haus beim Vollstreckungsgericht beantragen, die auch als Teilungsversteigerung bezeichnet wird. Die Teilungsversteigerung einer Immobilie ist gesetzlich in §§ 180 ff. des Zwangsversteigerungsgesetzes (ZVG) geregelt ...Zum vollständigen Artikel


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