LKW-Berufskraftfahrer und Berufskrankheit

Sozialgericht Stuttgart, Urteil vom 21.03.2014 - S 1 U 4061/13 LKW-Berufskraftfahrer und Berufskrankheit Eine multisegmentale Ostechondrose und Bandscheibenvorfälle im Bereich der Halswirbelsäule (HWS) bei einem langjährigen LKW-Berufskraftfahrer können nicht als Folgen einer Berufskrankheit anerkannt werden. Der Sachverhalt

Der 58 jährige Kläger arbeitete 18 Jahre als Kraftfahrer im Nah- und Fernverkehr von Silofahrzeugen (Transport von Zementpulver). Nach seinen Angaben traten Wirbelsäulenbeschwerden zunächst im unteren Bereich, später auch im oberen Bereich, auf.

Der Kläger führte dies auf die Verkürzung eines Beines und das Sitzen im LKW mit ständigen Erschütterungen und der Notwendigkeit, schwere Lasten beim Auf- und Abladen bewegen zu müssen, zurück. Seine erheblichen Gesundheitsstörungen im Bereich der HWS seien beruflich verursacht, so dass er inzwischen auch nicht mehr als Berufskraftfahrer arbeiten könne und die Anerkennung einer BK der HWS geltend mache.

Die Entscheidung

Die Kammer hat die arbeitstechnischen Voraussetzungen der streitigen BK nach § 9 Abs. 1 Satz 1 SGB VII i.V.m. Nr. 2109 der Anlage 1 zur BKV, bandscheibenbedingte Erkrankungen der Halswirbelsäule durch langjähriges Tragen schwerer Lasten auf der Schulter, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können, verneint.

So stehen nach dem Merkblatt für die ärztliche Untersuchung zur BK Nr ...

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