Die Farbe des Neuwagens

Ist in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen einer gewerblichen Autohändlerin eine Klausel enthalten, dass nicht erhebliche Abweichungen im Farbton vorbehalten bleiben, ist diese Klausel unwirksam, weil nicht erkennbar ist, von welchen Kriterien die Erheblichkeit der Änderung abhängt. Bei einem Neuwagen stellt auch eine geringe Farbabweichung einen Sachmangel dar.

So hat das Landgericht Ansbach in dem hier vorliegenden Fall einem Fahrzeugkäufer Recht gegeben, der die Kosten für eine Umlackierung seines Fahrzeugs verlangt hat. Gleichzeitig hat das Landgericht ein gleichlautendes Urteil des Amtsgerichts Weißenburg i.Bay. bestätigt. Der Kläger hatte bei der Beklagten, einer gewerblichen Autohändlerin, einen Seat Altea in der Farbe “Track-Grau Metallic” bestellt. Geliefert wurde ihm hingegen ein Fahrzeug in der Farbe “Pirineos Grau”. Für die Umlackierung hat der Kläger 3250,00 Euro geltend gemacht.

Nach Auffassung des Landgerichts Ansbach und in Übeeinstimmung mit dem Amtsgericht sei diese Farbabweichung als Abweichung von der vertraglich präzise als “Track-Grau Metallic” vereinbarten Beschaffenheit und damit als Sachmangel zu bewerten ...

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