Neue Vorgaben zur Lebensmittelkennzeichnung

von Helena Golla

Helena Golla (Haupt):

Ab dem 13.12.2014 werden neue Vorgaben bei der Kennzeichnung von Lebensmitteln gelten. So gibt es etwa neue Pflichthinweise, etwa bei koffeinhaltigen Produkten oder Fisch- und Fleischerzeugnissen. Auf Stoffe, welche Allergien auslösen können, muss gesondert hingewiesen werden. Auch werden Vorgaben in Bezug auf die Mindestschriftgröße der Pflichtinformationen gemacht, welche einzuhalten sind.

Diese Änderungen beruhen auf der Lebensmittelinformationsverordnung (Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25.10.2011 – LMIV). Die neuen Regelungen in Bezug auf die Lebensmittelkennzeichnung sind ab dem 13.12.2014 anzuwenden.

Die neuen Regelungen betreffen Lebensmittelunternehmer auf allen Stufen der Lebensmittelkette und gelten grundsätzlich für Lebensmittel, welche für Endverbraucher bestimmt sind. Auch der Fernabsatz ist betroffen.

I. Angaben auf dem Produkt

Artikel 9 der LMIV macht Vorgaben zu Angaben, welche verpflichtend anzugeben sind. Der bisher geltende Katalog der Pflichtangaben wurde dabei im Wesentlichen übernommen. Neu ist jedoch die Nährwertkennzeichnung und in bestimmten Fällen eine Herkunftskennzeichnung. Anzugeben ist unter anderem

  • die Bezeichnung des Lebensmittels
  • das Verzeichnis der Zutaten (Aufzählung sämtlicher Zutaten in absteigender Reihenfolge ihres Gewichtsanteils, besondere Vorgaben gelten etwa für Nanomaterialien, Ausnahmen greifen aber u.a. für frisches unbehandeltes Obst und Gemüse und bestimmte Lebensmittel aus einer Zutat)
  • Stoffe oder Erzeugnisse, die Allergien oder Unverträglichkeiten auslösen
  • die Menge bestimmter Zutaten oder Klassen von Zutaten
  • die Nettofüllmenge des Lebensmittels
  • das Mindesthaltbarkeitsdatum oder das Verbrauchsdatum
  • ggfls ...
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