Empfehlung von Zahnärzten durch private Versicherer

von Dr. Matthias Müller

Die Empfehlung von bestimmten Zahnärzten, die mit „Kooperationslaboren“ eines privaten Krankenversicherers zusammenarbeiten, soll rechtlich zulässig sein (LG Coburg, Urteil vom 26. Juni 2014 – 1 HK 056/13). Der Fall In dem wettbewerbsrechtlich gelagerten Fall hatte ein Verband zur Förderung gewerblicher oder selbständiger beruflicher Interessen ein privates Krankenversicherungsunternehmen abgemahnt. Vorausgegangen war, dass ein Versicherter beim abgemahnten Unternehmen einen Heil- und Kostenplan zur Beurteilung eingereicht hatte. Darauf hin antwortete die Versicherung wie folgt: „Da wir Ihnen gern eine Behandlung aus einer Hand bieten, nennen wir Ihnen als zusätzlichen Service Zahnärzte in Ihrer Nähe, die bereits mit unserem Kooperationslabor MAXIDENT zusammenarbeiten: Zahnarztpraxis Herr Dr. (…). Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um keine Empfehlung handelt, sondern lediglich um eine Information. Vereinbaren Sie doch einen Beratungstermin und holen Sie sich eine zweite Meinung ein!“ Die Entscheidung des LG Coburg Nach Ansicht des LG Coburg ist das Vorgehen der Versicherung rechtlich nicht zu beanstanden. Zunächst sei die Formulierung des Versicherers nicht irreführend, weil beim Durchschnittsverbraucher nicht der Eindruck erweckt werde, die Versicherung selbst sei Anbieter der entsprechenden Leistungen. Dies ist kaum zu beanstanden ...

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