Atlantic Schiffsfonds MS Benjamin Schulte (Hammonia Pescara) und MS Benedict Schulte

Nach Auslaufen der 5-jährigen Festcharter auf dem Weg in die Insolvenz?

03.09.2014 - Die für fünf Jahre vereinbarte Festcharter hat dem vom Emissionshaus Atlantic im Jahr 2008 aufgelegten und bis in das Jahr 2010 hinein platzierten Schiffsfonds MS "Benjamin Schulte" (jetzt MS "Hammonia Pescara") und MS "Benedict Schulte" bislang trotz der seit Herbst 2008 anhaltenden Krise der weltweiten Schifffahrt auskömmliche Einnahmen beschert. Rund 40 Mio. € haben Anleger in diese Beteiligung investiert. Fünf Jahre nach Übergabe der Schiffe im Juli bzw. September 2009 laufen die Charterverträge aus und die Schiffe müssen sich auf dem Markt neue Beschäftigung suchen. Dabei ist nicht zu erwarten, dass mit den derzeit erzielbaren niedrigen Charterraten die für den Schiffsbetrieb und den Kapitaldienst benötigten Einnahmen erzielt werden können.

Situation auf dem Markt für Containerschiffe und Folgen für die Schiffsgesellschaften

Noch immer ist die Containerschifffahrt von Überkapazitäten und - im Vergleich zu den im Jahr 2008 erzielbaren Raten - niedrigen Charterraten geprägt. 8.500 USD/Tag waren Ende Juli 2014 für ein Schiff mit 4.300 TEU zu erzielen, mit leicht rückläufiger Tendenz (Quelle König & Cie.). Für das laufende Jahr und 2015 ist infolge des weiterhin über dem prognostizierten Wachstum der Weltwirtschaft liegenden Flottenwachstums wohl kein signifikanter Anstieg der Charterraten zu erwarten. Für die beiden Fondsschiffe MS "Benedict Schulte" und MS "Hammonia Pescara" bedeutet dies, dass, ausgehend von der derzeitigen Marktsituation, eine Anschlussbeschäftigung wohl nur zu einer Charterrate von weniger als 1/3 der bislang erzielten Einnahmen zu vereinbaren sein dürfte. Mit Nettoeinnahmen aus dem Schiffsbetrieb, die dann im Bereich von rund 2 Mio. € je Schiff liegen dürften, lassen sich die Schiffsbetriebskosten von rund 1,8 Mio. €, Zinsaufwendungen von etwa 0,6 Mio. € und die Tilgung von weiteren rund 2 Mio ...Zum vollständigen Artikel


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