Robe ausziehen, Sie sind kein Anwalt!

Ein Beklagter hatte in seinem Zivilprozess beim Amtsgericht Bautzen eine Anwaltsrobe getragen, weil er sich wohl selbst als Anwalt in eigener Sache sah. Unabhängig dessen, dass es in Zivilsachen vor Amtsgerichten gar keine Robenpflicht gibt, stellte die Richterin fest, dass man als Nichtjurist eine solche Amtstracht überhaupt nicht tragen dürfe. Sie übergab diesen Vorfall der zuständigen Staatsanwaltschaft, die ein Ermittlungsverfahren einleitete.
Das Amtsgericht Bautzen hatte nun am 20.08.2014 per Strafsache zu klären, ob eine Anwaltsrobe eine Amtstracht sei, mit der man keinen Missbrauch treiben dürfe. Zu einer Entscheidung kam es allerdings nicht, weil man sich schließlich einigte, das Verfahren gegen eine Zahlung von € 300,- einzustellen.
Erst behauptete der Angeklagte, er habe gar keine deutsche Anwaltsrobe getragen, sondern eine jüdische schwarze Robe, weil er das eben als Anhänger des Jüdischen Glaubens passend fände ...

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