Nassauische Sparkasse: Gegebenenfalls mögen wir verurteilt werden oder alles nur Peanuts!

von Heidrun Jakobs

Es lohnt sich wirklich als Bankkunde einmal den Kontoverlauf von Darlehen und Kontokorrent überprüfen zu lassen. Nicht selten werden Bankkunden feststellen, dass Banken überhöhte Zinsen berechnen, Gutschriften falsch wert stellen und das Konto mit rechtswidrigen Entgelten belasten. Zum Vorteil der Bank versteht sich! So auch im Fall der Nassauischen Sparkasse (Naspa), immerhin eine der größten Sparkassen in Hessen, wenn nicht sogar die Größte.

Mein Mandant hatte bei der Naspa mehrere Darlehen im Gesamtvolumen von über einer Million Euro abgeschlossen. Im Rahmen einer Nachberechnung des Kontoverlaufs durch einen beauftragten Privatgutachter wurde festgestellt, dass der von der Naspa im Rahmen der Zinsanpassung auf den Kontoauszügen angegebene Zinssatz nicht mit dem tatsächlichen Zinssatz des in Anspruch genommenen Kapitals übereinstimmt und zudem noch die Zinsanpassungen nach der zwischenzeitlich vom Bundesgerichtshof (BGH) kassierten Zinsanpassungsklausel, Aktenzeichen XI ZR 55/08 und XI ZR 78/08 erfolgten. Entgegen dem Äquivalenzprinzip überschritt die Naspa bei den Zinsanpassungen das Verhältnis des ursprünglichen Zinssatzes im Verhältnis zum marktüblichen Zinssatz um einige Prozente und erhöhte damit meiner Auffassung nach in unzulässiger Weise ihre Marge.

Die gesamte Saldendifferenz, die sich aus den fehlerhaften Berechnungen ergab, ließ sich auf um die 155.000,– Euro errechnen ...

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