Wohnraumvermietung – Was der Vermieter wissen darf?

Die Begründung eines Mietvertrages hat besonders für den Vermieter weitreichende Folgen. Ist ein Mieter erstmal eingezogen und entpuppt sich als zahlungsunwillig, ist es für den Vermieter nicht ohne weitere möglich, eine Räumung des Wohnraums zu erreichen. Umso wichtiger ist es daher, vor Begründung des Mietverhältnisses eine Risikoabwägung zu treffen. und hierzu die relevanten Informationen zu erlangen. Aber nicht jede Frage darf dem potentiellen Mieter gestellt werden.

Entscheidend ist zunächst der Status des Vermietungsprozesses:

Bei einem bloßen Besichtigungstermin dürfen Vermieter nur solche Daten von Mietinteressenten erheben und verarbeiten, die für die Durchführung der Besichtigung von Bedeutung sind. Wenn der Mietinteressent erklärt, die Wohnung anmieten zu wollen, sind weitere Fragen zulässig.

Geht es dem Mietinteressenten nur um eine Besichtigung der Räumlichkeiten, sind Angaben zu den wirtschaftlichen Verhältnissen nicht erforderlich. Erfragt werden dürfen:

Besichtigungstermin Angaben zur Identifikation

Hierzu zählen Name und Anschrift. Der Vermieter wäre auch befugt die Angaben durch die Vorlage des Personalausweises zu überprüfen. Die Anfertigung einer Ausweiskopie wäre hingegen unzulässig.

Angaben aus einem Wohnberechtigungsschein

Der Vermieter darf nach § 27 Abs. 1 Wohnraumförderungsgesetz (WoFG) eine Wohnung, die im Rahmen eines Programms zur sozialen Wohnraumförderung errichtet wurde, nur einem Wohnungssuchenden mit nachgewiesenem Wohnberechtigungsschein überlassen. Eine Kopie des Wohnberechtigungsscheins darf erst nach der Erklärung des Mietinteressenten, eine Wohnung anmieten zu wollen, verlangt oder gemacht werden.

Mietwunsch des Interessenten

Möchte der Interessent die Wohnung anmieten, darf der Vermieter wesentlich mehr Informationen erfragen, um die Risikoabwägung durchzuführen ...

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