Einspeisemanagement für Kleinstanlagen unnötig: Zusatzkosten und Parallelstrukturen vermeiden

von Dr. Peter Nagel

(Verbraucherzentrale NRW) - Per Gesetz zu unnötigen Investitionen gezwungen oder grundlos um einen Teil ihrer Einnahmen gebracht werden Verbraucher, die mit kleinen Photovoltaikanlagen selbst Strom produzieren. Zu diesem Schluss kommt die Verbraucherzentrale NRW nach einer Umfrage unter Verteilernetzbetreibern.


Demnach verursacht die in § 6 des EEG vorgeschriebene Pflicht zur Teilnahme am Einspeisemanagement auch für Anlagen unter 10 kWp Leistung teilweise hohe Kosten für die technische Ausstattung. Die dadurch ermöglichte Abregelung der Kleinstanlagen halten die zuständigen Netzbetreiber aber für gar nicht erforderlich, um die Sicherheit der Netze zu gewährleisten. An der Umfrage nahmen 48 Netzbetreiber teil, die zusammen etwa 80 Prozent des Netzes in NRW abdecken.


"Für das Einspeisemanagement zahlt ein Verbraucher teilweise Beträge, die die Rentabilität der ganzen Photovoltaik-Anlage auf seinem Eigenheim gefährden – für nichts und wieder nichts", sagt Udo Sieverding, Bereichsleiter Energie der Verbraucherzentrale. Denn die Netzbetreiber sehen aktuell gar keinen Bedarf, kleine Anlagen abzuregeln, sondern allenfalls mittel- oder langfristig. Einige Netzbetreiber haben trotz gesetzlicher Vorgaben noch gar nicht begonnen, ihrerseits die technische Infrastruktur für Abregelbefehle zu schaffen. Den Verbrauchern hingegen droht bei fehlender Ausrüstung für das Einspeisemanagement der Verlust der Einspeisevergütung – es sei denn, sie lassen ihre Einspeisung auf 70 Prozent der Nennleistung drosseln und verzichten somit pauschal auf mögliche Einnahmen.


Die Kosten, die Anlagenbetreibern für das Einspeisemanagement entstehen, variieren stark in der Art und Höhe – die Spanne reicht von knapp 15 Euro pro Jahr bis zu Einmalzahlungen von 640 Euro. Ebenfalls verschieden sind die eingesetzten Technologien ...

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