Auf den Hund gekommen – Über 2000 Euro für ein halbes Sandwich ausgegeben

von Stephan Weinberger

Mit seinen fünf Hunden war ein 43-jähriger italienischer Hundetrainer am 21. Juni 2012 in Adliswil (Gemeinde im Bezirk Horgen des Kantons Zürich in der Schweiz) unterwegs. Die Hunde hatten freien Lauf, waren nicht angeleint – eine Leinenpflicht bestand für die Örtlichkeit nicht. Einer der Hunde, ein junger Labrador, näherte sich einer Spaziergängerin, sprang an ihr hoch und schnappte nach einem halben Sandwich, das die Frau gerade selbst essen wollte.

Die Frau erhielt vom Hundebesitzer 10 Franken (8 Euro) als Entschädigung dafür. Sie zeigte sich aber damit nicht zufrieden und zeigte den Hundetrainer wegen eines Verstoßes gegen das Hundegesetz beim zuständigen Veterinäramt an.

Die Folge war ein vom Zürcher Stadtrichteramt ausgestellter Strafbefehl gegen den Hundebetreuer über eine Buße von 100 Franken (80 Euro). Der Vorwurf: mangelnde Beaufsichtigung eines Hundes.

Das wiederum wollte der Italiener nun nicht akzeptieren und ging gegen die Buße beim Bezirksgericht vor, unterlag aber dort. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich weitere Gebühren und Verfahrenskosten in Höhe von 1556 Franken (knapp 1300 Euro) angesammelt ...

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