Unfallregulierung: Keine Wartepflicht auf höheres Restwertangebot der gegnerischen Versicherung

Unfallregulierung: Keine Wartepflicht auf höheres Restwertangebot der gegnerischen Versicherung

Bei der Regulierung von Verkehrsunfällen versuchen die Haftpflichtversicherer immer wieder den Fahrzeugschaden bei einem Totalschaden auf der Grundlage eines von ihnen selbst eingeholten, höheren Restwertangebotes abzuwickeln, obwohl der Geschädigte den Unfallwagen bereits an den im Schadensgutachten genannten Meistbietenden zu einem geringerem Restwert verkauft hat. Dies hat für den Geschädigten oftmals zur Folge, dass er auf einem Teil seines Schadens sitzen bleibt. Das AG Ravensburg hat in einem aktuellen Urteil vom 27.03.2014 (Az: 9 C 1213/13) einem Unfallgeschädigtem in einem solchen Fall Recht gegeben und ihm den Differenzbetrag zwischen den beiden Restwertangeboten aus folgenden Gründen zugesprochen:

„In Ausnahmefällen kann der Geschädigte aufgrund des Wirtschaftlichkeitsgebotes und seiner Schadensminderungspflicht gehalten sein, von einer Veräußerung zu dem Sachverständigenschätzwert Abstand zu nehmen und eine sich darbietende bessere Möglichkeit der Verwertung zu ergreifen. Ihre Voraussetzungen stehen ebenfalls zur Beweislast des Schädigers ...

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