Und was ist mit den Kindern?

von Gerfried Braune

Der Streit um Umfang und Ausgestaltung des Umgangsrechts des Kindes mit dem Elternteil, bei dem er nicht seinen Hauptaufenthalt hat, ist oft Gegenstand von Mediation, manchmal auch in der Richtung, dass der Elternteil, bei dem das Kind die meiste Zeit sich aufhält, mehr Umgangszeiten des anderen Elternteils wünscht, um selbst mehr Freiräume für sich selbst zu haben (Ja es ist auch mal schön, etwas ohne Kind(er) zu unternehmen!).

Das Problem dabei ist, dass oft über die Modalitäten nur unter dem Gesichtspunkt der eigenen Bedürfnisse gestritten wird. Es geht dann darum, wann welcher Elternteil beruflich eingebunden ist oder wann sie/er ungestörte Zeiten wünscht. Das wird dann damit bemäntelt, dass immer mit den angeblichen Interessen des oder der Kinder argumentiert wird. Interesse des Kindes bzw. Kindeswohl wird mit den Bedürfnissen des Elternteils gleichgesetzt. Die wirklichen Bedürfnisse und Wünsche des Kindes bleiben außen vor: “Wir wissen schon, was für dich gut ist:”

Natürlich gibt es in der Mediation die Möglichkeit, bei Einverständnis der Mediandeen, auch die Kinder mit einzubinden. Das birgt natürlich die Gefahr, dass die Kinder völlig damit überfordert sind, wenn sie von den Eltern vermittelt bekommen, dass sie selbst entscheiden dürfen müssen. Das hängt natürlich auch vom Alter der Kinder ab ...

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