Optogenetik – wenn es um die Erinnerungen geht {von Mäusen und …Menschen?}

von Liz Collet

Forschung an Tieren endet bekanntlich selten bei Mäusen.

Sie soll letztlich immer beim Menschen weitergehen. Wenn mit einem Lichtstrahl schlechte Erinnerungen in positive und umgekehrt umgewandelt werden können, Erinnerungen überhaupt manipulierbar werden, dann mag das verlockend erscheinen, wenn es um Hilfe für erlebte und erlittene Traumata geht.

Diesen Trick ermöglicht eine noch ziemlich neue Methode der Molekularbiologie tatsächlich: die sog. Optogenetik. Mit ihr können Forscher die Aktivität einzelner Nervenzellen im Gehirn durch einen feinen Lichtstrahl aus einer Glasfaser steuern und so gelang es bereits einem Team von Neuro-Ingenieuren, das Gedächtnis von Mäusen umzuprogrammieren: Tiere, die einen Platz in ihrem Käfig zuvor wegen schlechter Erfahrungen mieden, suchten ihn plötzlich gerne auf. Und umgekehrt mieden Tiere ihren vorherigen Lieblingsort, nachdem sie durch die Neuromanipulation gegangen waren.

Schlechte Erfahrungen aber und negative Gefühle dienen auch der Überlebensstrategie, uns vor (weiteren) negativen Erfahrungen zu warnen, die wir anderenfalls wieder und wieder erleiden und daran Schaden nehmen würden ...

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