LAG Frankfurt am Main: Zur fristlosen Kündigung wegen Arbeitszeitbetrugs trotz 25-jähriger Betriebszugehörigkeit

von Liz Collet

Das Landesarbeitsgericht Frankfurt am Main hat in einer jetzt erst veröffentlichten Entscheidung die Rechtmässigkeit einer fristlose Kündigung eines Arbeitnehmers, der sich bei der Zeiterfassung nicht an- und abmeldet, bestätigt.

Der Entscheidung, gegen die eine Revision nicht zugelassen wurde, liegt folgender Sachverhalt zugrunde:

Ein verheirateter 46 Jahre alte Kläger und Vater eines Kindes, war seit mehr als 25 Jahren in einer Großmetzgerei beschäftigt. Beim Verlassen des Produktionsbereichs wegen privater Arbeitsunterbrechungen müssen die Mitarbeiter eine Zeiterfassung über einen Chip bedienen. Ebenso müssen sie sich rückmelden, wenn sie den Produktionsbereich wieder betreten. Der Kläger wurde dabei beobachtet, dass er den Chip in seiner Geldbörse ließ und zusätzlich mit seiner Hand abschirmte, wenn er diesen vor das Zeiterfassungsgerät zum An- und Abmelden hielt ...

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