Keine freie Wahl bei Blindenhunden

von Thorsten Blaufelder

Aug 27

Blinde können nicht auf Krankenkassenkosten einen Blindenhund aus einer beliebigen Blindenführhundeschule beanspruchen. Sie können das Tier nur aus Hundeschulen auswählen, mit denen die Krankenkasse auch einen Versorgungsvertrag hat, stellte das Hessische Landessozialgericht (LSG) in Darmstadt in einem aktuell veröffentlichten Urteil vom 22.05.2014 klar (AZ: L 8KR 308/10).

Damit muss ein Blinder aus dem Raum Frankfurt/Main seiner Krankenkasse 6.644,00 € für seinen neuen Blinden zurückerstatten. Der Mann hatte seinen ersten Blindenführhund von einer Hundeschule auf der Insel Reichenau am Bodensee erhalten. Die Krankenkasse hatte hierfür auch die gesamten Kosten übernommen.

Als der Vierbeiner 2008 eingeschläfert werden musste, beantragte der Kläger bei seiner Krankenkasse, der DAK, einen neuen Blindenführhund. Er wollte wieder einen Hund von derselben Hundeschule: Kosten 23.751,00 €.

Die DAK lehnte dies nun ab ...

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