Fristlose Kündigung nach Täuschung bei Zeiterfassung

von Redaktion

Meldet sich ein Arbeitnehmer bei dem dafür vorgesehenen Zeiterfassungssystem bei Pausen nicht an und ab, rechtfertigt dies die fristlose Kündigung. Das geht aus einem am 26.8.2014 erschienenen Urteil des Hessischen Landesarbeitsgerichts vom 17.2.2014 (16 Sa 1299/13) hervor.

Ein 46-jähriger verheirateter Familienvater mit einem unterhaltspflichtigen Kind war seit mehr als 26 Jahren in einer Großmetzgerei mit knapp 80 Mitarbeitern beschäftigt. Hier leitete er zuletzt bei einem monatlichen Verdienst von 2.450 bis 2.700 Euro brutto die Verpackungsabteilung. Der Ein- und Ausgang des Produktionsbereichs ist mit einem Zeiterfassungssystem ausgestattet, welches die Beschäftigen über einen Chip bedienen müssen, wenn sie das Gelände verlassen. Bestätigt wird das „Ein- und Ausloggen“ durch einen Signalton. Mitarbeiter beobachteten den Abteilungsleiter Ende September 2012, wie er den Chip für die Zeiterfassung beim Hinausgehen in seiner Geldbörse ließ und mit seiner Hand eine Übertragung zum Gerät verhinderte. Dies nahm der Arbeitgeber zum Anlass, die Pausen- und Arbeitszeiten zu kontrollieren ...

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