Die Berechnung der Auswahlnote bei der Bewerbung um ein Lehramt

Bei der Berechnung der Auswahlnote hinsichtlich der Einbeziehung des Ergebnisses der Zweiten Staatsprüfung ist ein Bewerber um das Lehramt an Gymnasien mit solchen Bewerbern gleich zu stellen, die ihe Zweite Staatsprüfung unter der seit August 2012 geltenden geänderten Landesverordnung in Rheinland-Pfalz abgelegt haben.

So hat das Verwaltungsgericht Neustadt in dem hier vorliegenden Eilverfahren entschieden und das Land Rheinland-Pfalz dazu verpflichtet, einen Bewerber um die Stelle eines Gymnasiallehrers, der seine Zweite Staatsprüfung noch unter der Geltung der alten Verordnung abgelegt hat, bei der Berechnung der Auswahlnote hinsichtlich der Einbeziehung des Ergebnisses der Zweiten Staatsprüfung mit solchen Bewerbern gleich zu stellen, die die Zweite Staatsprüfung unter der Geltung der ab August 2012 geänderten Landesverordnung abgelegt haben.

Der Antragsteller hat nach Studium und Vorbereitungsdienst im November 2013 die Zweite Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien abgelegt. Seine Ausbildung und Prüfung erfolgten nach der Landesverordnung über die Ausbildung und Zweite Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien von 1997. Danach umfasst die Gesamtnote “sehr gut” die Punktzahlen 15 und 14, während 13, 12 und 11 Punkte der Gesamtnote “gut” entsprechen. Mit 13,6 Punkten erzielte der Antragsteller die Gesamtnote “sehr gut”. In seinem Zeugnis ist zudem eine Notenziffer von 1,47 vermerkt.

Im August 2012 wurde die Landesverordnung geändert. Danach besteht zwar das 15 Punkte-System fort, allerdings entspricht jetzt die Gesamtnote “sehr gut” den Punktzahlen 15, 14 und 13, während 12, 11 und 10 Punkte der Gesamtnote “gut” zugeordnet sind. Auch bei anderen Gesamtnoten erfolgte eine Absenkung der Notenschwellen. Der Punktzahl 13,6 entspricht nunmehr die bessere Notenziffer 1,13 ...

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