Verbraucherdarlehen widerrufen und Niedrigzinsphase nutzen

Verbraucherdarlehen widerrufen und Niedrigzinsphase nutzen

Kreditnehmer dürfen ihre Immobiliarkreditverträge widerrufen, auch wenn sie nur auf niedrigere Zinsen aus sind. Ein Rechtsmissbrauch ist hierin nicht zu sehen. Dies hat das Landgericht Ulm entschieden; ein Urteil, das Kreditnehmer für sich nutzen können.

Zahlreiche Kreditnehmer widerrufen ihre seit Jahren laufenden alten Immobiliarkreditverträge, um die derzeitige Niedrigzinsphase zu nutzen und günstig umzuschulden. So betrugen die Kreditzinsen für grundpfandgesicherte Kredite bspw. im Jahre 2008 noch über 5 %, während sie heute unter 3 % liegen. Kreditnehmer berufen sich deshalb auf eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung im Kreditvertrag und haben damit Erfolg.

Kreditinstitute verweigern oftmals die Rückabwicklung mit dem Argument, der Kreditnehmer wolle den Vertrag gar nicht loswerden, sondern nur günstigere Zins-Konditionen aushandeln. Sie halten das Vorgehen für �rechtsmissbräuchlich�. Diesen Einwand fegte das Landgericht Ulm vom Tisch. Denn die Bank habe es selbst in der Hand, den Kreditnehmer ordnungsgemäß über sein Widerrufsrecht zu belehren. Nutze sie diese Möglichkeit nicht, könne sie sich später nicht auf einen �Rechtsmissbrauch� des Kreditnehmers berufen.

Im Fall des Landgerichts Ulm war die Widerrufsbelehrung fehlerhaft. Sie lautete:

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