Beiladung in anwaltgerichtlichen Verfahren

Die Beiladung eines Dritten ist gemäß § 112c Abs. 1 Satz 1 BRAO, § 65 Abs. 2 VwGO dann notwendig, wenn dieser an dem streitigen Rechtsverhältnis derart beteiligt ist, dass die gerichtliche Entscheidung auch ihm gegenüber nur einheitlich ergehen kann. Diese Voraussetzung ist nur dann erfüllt, wenn die Entscheidung aus Rechtsgründen einheitlich ergehen muss1.

An dieser Voraussetzung einer notwendigen Beiladung fehlt es, wenn sich weder die Rechtskraft der gegenüber den Klägern zu treffenden Entscheidungen auf den die Beiladung Beantragenden erstreckt noch die Entscheidungen unmittelbar und zwangsläufig in dessen Rechte eingreifen2.

Gemäß § 112c Abs. 1 Satz 1 BRAO, § 65 Abs. 1 VwGO können Dritte, deren rechtliche Interessen durch die Entscheidung berührt werden, zu einem Gerichtsverfahren beigeladen werden (einfache Beiladung). Ein rechtliches Interesse, das eine Beiladung nach § 65 Abs. 1 VwGO rechtfertigen kann, ist bereits dann gegeben, wenn die Möglichkeit besteht, dass die Entscheidung in der Hauptsache auf rechtliche Interessen des Dritten einwirken kann, das heißt wenn sich seine Rechtsposition durch das Unterliegen einer der Parteien in dem anhängigen Prozess verschlechtern oder verbessern könnte3.

Aber auch in diesem Falle ist bei Ausübung des dem Gericht nach § 65 Abs ...

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