Rezension Zivilrecht: BGB

von Dr. Benjamin Krenberger

Schulze et al., BGB – Handkommentar, 8. Auflage, Nomos 2014


Von stud. iur. Andreas Seidel, Göttingen



Der Nomos Kommentar BGB, der jüngst in der achten Auflage erschienen ist, wirkt wie ein regelrechtes Stelldichein von Münsteraner Professoren. Von insgesamt neun Kommentatoren kommen neben dem Schriftleiter Prof. Dr. Dr. h.c. Schulze auch Prof. Dr. Dörner, Prof. Dr. Hoeren, Dr. Kemper und Prof. Dr. Saengeraus der westfälischen Universitätsstadt.


Als bedeutsamste Änderungen gegenüber der Vorauflage wird die Implementierung der Verbraucherrechterichtlinie, die zum 13. Juni 2014 in Kraft getreten ist, gesehen. Im Vorwort bezeichnen die Autoren diese sogar als „bedeutendste Änderung des BGB“ seit der Schuldrechtsreform aus dem Jahr 2002. Daneben mussten insbesondere einige Änderungen aus dem Familienrecht wie das Gesetz zur Reform der elterlichen Sorge, das Gesetz zur Bekämpfung der Zwangsheirat oder das Gesetz zur Stärkung des leiblichen, nicht rechtlichen Vaters eingearbeitet werden. Neben der Kommentierung des BGB haben die Autoren Dörner, Kemper und Staudinger das EGBGB, der Letztgenannte die Rom I-VO, Dörner die Rom II-VO und Ebertdas AGG interpretiert. Auch kleinere Gesetze, vor allem aus dem Bereich des Familien- und Erbrechts, wurden rudimentärer kommentiert und in die Ausführungen zum BGB integriert.


Sicherlich ist der Anwendungsbereich für Kommentare durch den Einzug juristischer Datenbanken wie beck-online oder juris geschmälert worden. Mittlerweile gibt es einfachere und schnellere Wege, Rechtsprechung und Literaturmeinungen gebündelt sammeln und auswerten zu können. Deshalb haben sich die Autoren die kluge Frage nach der Daseinsberechtigung ihres Werkes gestellt. Diese Frage können sie jedoch positiv beantworten ...

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