Notare in Frankreich

von Françoise Berton
Wie wird man Notar in Frankreich?

Will man in Frankreich den Notarberuf ergreifen, bestehen dafür zwei unterschiedliche Wege, wobei die grundsätzliche Voraussetzung der Abschluss eines Universitätsstudiums der Rechtswissenschaften mit dem Erwerb des entsprechenden Universitätsdiploms („Master 1“) ist.

Anschließend kann die Notarausbildung entweder an einer regionalen Notarschule („Centre de formation professionnelle notariale“) oder aber an einer Universität fortgesetzt werden.

Bei der Ausbildung an einer Universität muss zunächst ein „Master 2“ erworben werden, wobei die Zulassungskriterien für eine solche Ausbildung sehr streng sind. An die universitäre Ausbildung schließt sich eine zweijährige praktische Ausbildung in einer französsichen Notarkanzlei an, wobei parallel Unterricht und Prüfungen an der regionalen Notarschule stattfinden.

Wer seine Ausbildung direkt an der Notarschule beginnt, hat zunächst ein Jahr Unterricht, das mit einer Abschlussprüfung beendet wird. Wird diese Abschlussprüfung bestanden, so erwirbt der Kandidat ein Diplom, das ihm den Zugang zum Notarberuf ermöglicht („diplôme d’aptitude aux fonctions de notaire“). Danach folgt eine zwei Jahre dauernde praktische Tätigkeit als Notaranwärter („notaire stagiaire“) unter der Aufsicht der regionalen Notarschule.

Wann wird der französische Notar tätig?

Die hauptsächliche Tätigkeit eines Notars besteht in der Beratung, Erstellung und Beurkundung von Verträgen im Sachen-, Erb-, Familien- und Gesellschaftsrecht (z.B. von Testamenten, Erbverträgen, Eheverträgen, Gesellschaftsgründungen, Grundstücksverträge,…).

Die Mitwirkung eines Notars ist allerdings grundsätzlich nur bei Immobiliengeschäften zwingend erforderlich ...

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