Halterhaftung für Mobiltelefone?

von Jörg Schmenger

Es hat hinten und vorne nicht gereicht. Also wurde Ebby freigesprochen. Natürlich nicht ohne die mahnenden Worte des Gerichts, vieles spräche für ihn als Täter aber für eine Verurteilung reiche die Beweislage nicht aus (das gibt es nicht nur beim Kachelmann).

Langweilige SMS ohne beleidigenden Inhalt.

Was war Ebbys angebliches Verbrechen? Ebby hatte einen Bekannten, der scheinbar unter anderem ein paar gesetzlich verbotene Indoor Pflanzanlagen betrieb. Eines Tages flog er auf und rückte ein. Beschlagnahmt wurde auch dessen Handy.

Wenige Tage später gingen auf eben diesem Telefon SMS-Nachrichten ein. Den Inhalt bezogen die ermittelnden Beamten auf sich. Dort war unter anderem die Rede davon, dass man wohl käufliche Liebe in Anspruch nähme aber die Bezahlung schuldig bliebe. Ferner fand sich auch die berühmte Abkürzung, wonach man zwingend unehelich gezeugt sein müsse, wenn man der Polizei angehöre.

Auch wenn im Rahmen der Hauptverhandlung nicht geklärt werden konnte, was denn der weitere Anwurf “Bratias paruski” bedeute, dürfte klar sein, dass sich hier jemand strafbar gemacht hatte. Nur: Wer?

Für die beleidigten Ermittler begann nun kriminalistische Puzzlearbeit. Eine SMS hat eine Absenderkennung. Die fand sich sogar im “Telefonbuch” des untersuchten Geräts wieder – unter der Bezeichnung “Ebby”. Aha. Also Anfrage bei der Bundesnetzagentur ...

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