„Dritte Halbzeit“

Eine Körperverletzung kann trotz der Einwilligung des Verletzten auf Grund seiner konkreten Umstände gegen die guten Sitten verstoßen und deshalb eine Strafbarkeit nach §§ 223, 228 StGB begründen. Hierzu bedarf es keiner konkreten Lebensgefahr, auch wenn jeder Person ein gewisses Selbstbestimmungsrecht über die Integrität seines eigenen Körpers zusteht. Dies ergeht aus einem aktuellen Urteil des Oberlandesgerichtes München vom 26.09.2013 (Az.: 4 StRR 150/13).

Anlässlich eines Fußballspiels der U-19-Mannschaften des FC Bayern München und des TSV 1860 München trafen auf Seiten des TSV ca. 50-60 Personen der Fangruppierung „Cosa Nostra" und auf Seiten des FC rund 120 Personen der Gruppierung „Schickeria" aufeinander und es kam zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung. Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft erfolgten die Faustschläge und Tritte im wechselseitigen Einvernehmen der beiden Gruppen.

Das Einvernehmen i.S.d ...

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