Verschwiegenheitspflicht des Rechtsanwaltes und Fachanwaltes

von Gerhard Ostfalk

Als Rechtsanwalt ist auch der Fachanwalt nach § 43 a Abs. 2 BRAO (Bundesrechtsanwaltsordnung) zur Verschwiegenheit verpflichtet. Dort heißt es:Der Rechtsanwalt ist zur Verschwiegenheit verpflichtet. Diese Pflicht bezieht sich auf alles, was ihn in Ausübung seines Berufes bekannt geworden ist. Dies gilt nicht für Tatsachen, die offenkundig sind oder ihrer…

Unter § 2 Abs. 1 BRAO (Bundesrechtsanwaltsordnung der Rechtsanwälte) heißt es weiter:
   Der Rechtsanwalt ist zur Verschwiegenheit berechtigt und verpflichtet.

Diese Formulierung zielt nicht nur auf die Verpflichtung zur Verschwiegenheit in beruflichen Angelegenheiten, sondern geht noch darüber hinaus, in dem das Schweigerecht des Rechtsanwaltes und Fachanwaltes als Bestandteil des anwaltlichen Berufsgeheimnisses formuliert wird.

Damit wird deutlich, dass die Verpflichtung zur Verschwiegenheit zwei Schutzgüter beinhaltet.

1. Zum einen betrifft die Verpflichtung zur Verschwiegenheit des Rechts- und Fachanwaltes die Rechte des Mandanten und dessen Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Diese Rechte finden Ihren grundrechtlichen Schutz in Artikel 2 Abs. 1 und Artikel 1 Abs. 1 des Grundgesetztes. Die hohe Bedeutung des betroffenen Schutzgutes wird durch den Schutz des Grundgesetztes unterstrichen.

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