„Blogbeiträge und andere Formen des wissenschaftlichen Arbeitens ergänzen sich wunderbar“

Seit September 2008 betreiben Sie den Blog „Combats pour les droits de l’homme“ (Kämpfe für die Menschenrechte), nachdem Sie zuvor an einem französischen Verwaltungsrechtsblog („Droit Administratif“) beteiligt waren. Was hat Sie zum Bloggen und schließlich zu Ihrem eigenen Blog gebracht?

Der Gründung meines Blogs „Combats pour les droits de l’homme“ liegen verschiedene Erfahrungen zugrunde, die teils mit meinem persönlichen Werdegang, teils mit allgemeinen gesellschaftlichen Entwicklungen zusammenhängen. Wichtig war zunächst der spezielle Kontext der rechtswissenschaftlichen Fakultät an der Universität Evry, an der ich seit 2005 als Akademischer Rat tätig bin. An dieser kleinen Fakultät in einer Pariser Vorstadt hatte etwa in der Zeit um 2005 eine Gruppe Studenten einen anonymen Blog gegründet, auf dem sie über die Fakultät, uns Professoren und unsere Kurse berichteten. Wir haben den Blog verfolgt, in unseren Vorlesungen darauf angespielt und wurden dann wiederum oft auf dem Blog zitiert. Als Gruppe junger Professoren waren wir neuen Technologien gegenüber aufgeschlossen, und so entwickelte sich über diesen Blog und andere soziale Netzwerke rasch ein Austausch zwischen uns und der Studierendenschaft.

Aus dieser Dynamik heraus gründete Frédéric Rolin, Professor an der Universität Evry, im August 2005 einen eigenen Blog, gefolgt von Dimitri Houtcieff, der zum Wintersemester 2005 ebenfalls einen Blog startete. Diese beiden Blogs bildeten fortan das Zentrum der französischen rechtswissenschaftlichen Bloglandschaft. In der Folge entstanden noch weitere Blogs von Professoren der Universität Evry, etwa der Blog von Nicolas Mathey (Thomas More).

Ich hatte bereits zu der Zeit mit der Idee gespielt, einen eigenen Blog zu aktuellen menschenrechtlichen Fragen ins Leben zu rufen ...

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