Funktioniert der Medienpluralismus im Ukraine-Konflikt?


Ich mache mir gerade große Sorgen um unsere Medienlandschaft. Nach der Erfahrung mit der Propaganda des Dritten Reiches leisten uns einen teuren öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der staatsfern ein breites Spektrum an politischen Perspektiven garantieren soll. Die Freiheit der Presse wird nur durch Vielfalt von Meinungen und Medien verwirklich.

Dennoch liefert uns die politische Presse nur einen bemerkenswert selektiven Ausschnitt aus der Realität, der meistens der atlantischen Sichtweise entspricht. Zwar hat vermutlich kein Journalist einen Propagandabefehl, aber wer vom von den Leitwölfen vorgegebenen Narrativ abweicht, läuft Gefahr, anzuecken oder als Verschwörungstheoretiker gebranntmarkt zu werden. Das ist nicht gut für Karriere oder soziale Position. Die wenigsten Journalisten verdienen ernsthaft Geld; wer eine Familie ernähren kann, der überlegt es sich zweimal, was er so schreibt – und was nicht.

Mit Peter Scholl-Latour haben wir einen unbequemen wie kompetenten Mahner verloren, dessen Stimme im Ukraine-Konflikt leider fehlen wird. Ein paar Leute beahren sich einen kritischen Geist. So kritisiert etwa Promi-Philosoph Richard David Precht eine “Mobilmachung in den deutschen Medien” – in einer österreichischen Zeitschrift ...

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Peter Scholl Latour über das ör Fernsehen

Peter Scholl-Latour (verstorben am 16.08.2014). Ein einsam guter Journalist als guter Zeuge für den Niedergang der öffentlich-rechtlichen TV-Anstalten. ARD und ZDF haben angesichts der überhöhten Gebühren keine Existenzberechtigung mehr. "Q" für Quote hat "Q" für Qualität abgelöst.



  • kurier.at - 7 Leser, 105 Tweets - Der prominente Philosoph Richard David Precht analysiert die weltweiten Krisen und zieht sein Fazit.

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