Scheidungsverfahren – Persönliche Anhörung eines Ehegatten ist auch im Wege der Bild- und Tonübertragung möglich.

von Daniela Maier

Darauf,

  • dass die Regelung des § 128a Zivilprozessordnung (ZPO) die Möglichkeit eröffnet Anhörungen auch im Scheidungsverfahren wegen mittels Videokonferenz vorzunehmen und
  • eine solche Anhörung auch den Anforderungen einer „persönlichen Anhörung“ im Rahmen des § 128 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) entspricht,


hat das Amtsgericht (AG) Darmstadt mit Beschluss vom 12.08.2014 – 50 F 1990/13 – hingewiesen.

Nach dieser Entscheidung ist entscheidend, dass sich durch die Anhörung der Sachverhalt aufklärt, die persönliche Sichtweise der Ehegatten geäußert werden kann und das Gericht einen persönlichen Eindruck von den Ehegatten bekommt; letzteres vor allem auch bzgl. der Verhandlungsfähigkeit.
Die moderne Videokonferenztechnik lässt ein unmittelbares Gegenüber zu und ist daher geeignet, die Ziele des § 128 FamFG – die genauere und umfassendere Sachverhaltsaufklärung, deren Anforderung sich aus dem eingeschränkten Amtsermittlungsgrundsatz nach § 127 FamFG ergibt, zu erreichen ...

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