Der Autobahnschützenprozess geht am Montag in die Dritte Runde

von Max Wijnrijk
Die vorgeworfenen Taten

Dem Angeklagten K. wird vorgeworfen seit 2008 ca. 700 mal auf andere Verkehrsteilnehmer als auch auf parkende Autos geschossen zu haben. Die Staatsanwaltschaft hat davon 150 Fälle zur Anklage gebracht.

Außerdem soll er Nagelplättchen hergestellt und auf Straßen verstreut haben.

Die Waffen
Eine russische Militärpistole
vom Kaliber 9 mm Luger
Eine der verwendeten Waffen ist eine alte russische Militärpistole, Kaliber 9mm Luger, die der Angeklagte
nach eigenen Angaben, von einem russischen Offizier beim Abzug der Roten Armee aus Ostdeutschland gekauft hat. Die andere Waffe, eine .22 Kleinkaliberpistole, bastelte er sich in seiner hauseigenen Werkstatt selbst. Außerdem stellte er Schalldämpfer für beide Waffen her, sowie einen sogenannten Schießkugelschreiber zur Selbstverteidigung.

Die Munition stellte er, zumindest teilweise, ebenfalls selbst her. Aus Schrotpatronen entfernte er das Schießpulver, stopfte es in eine 9mm Hülse, die er mit einen Zündhütchen versehen hatte und verschloss die Hülse mit einem entsprechenden Projektil. Dieses Prozedere wählte er, da eine 9mm Patrone auf dem Schwarzmarkt ca. 1 € kostet, wohingegen man aus den billigeren Schrotpatronen mindestens drei 9 mm-Patronen herstellen könne.

Die Opfer

Hauptsächliches Ziel des Angeklagten waren Autotransporter. Er visierte dabei immer das hintere obere Fahrzeug an, um zu vermeiden, dass andere Verkehrsteilnehmer getroffen werden. Zum Teil schoss er auch auf ihn überholende LKW. Dort schoss er auf die untere Seite der Hintertür, wenn der LKW den Überholvorgang gerade abgeschlossen hatte.

In einem Fall wurde eine Autofahrerin von einem Querschläger am Hals verletzt. Sie schrammte an der Leitplanke entlang, bevor sie das Auto zum stehen brachte.

Außerdem schoss er einmal aus seinem PKW auf parkende Autos ...Zum vollständigen Artikel

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